Auch nachdem Iran im Streit um sein Atomenergieprogramm nachgegeben hat, halten sich die Regierungen der USA und Israels nach wie vor eine militärische Option offen. Das nächste wichtige Datum ist nun der 20. November. An diesem Tag wird die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) entscheiden, ob Teheran den ultimativ gestellten Forderungen tatsächlich nachgekommen ist. Anderenfalls droht dem Iran eine Verurteilung durch den UNO-Sicherheitsrat und die Verhängung von Sanktionen. Unter starkem amerikanischen Druck hatte die IAEA am 12. September Iran eine Frist bis zum 31. Oktober gesetzt, um einerseits einen vollständigen Bericht über sein Atomprogramm vorzulegen, und andererseits der Ausweitung der Befugnisse der internationalen Inspektoren zuzustimmen und ein entsprechendes Zusatzprotokoll zum Atomwaffen-Sperrvertrag zu unterzeichnen. Außerdem soll die Errichtung einer Anlage zur Urananreicherung, die waffenfähiges Plutonium produzieren könnte, eingestellt werden.
Oktober 2003
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28 Okt
2003
Teheran ohne Chance
Im Streit um Irans Atomprogramm setzen USA und Israel auf Konfrontation
Autor: Knut Mellenthin*Quelle: Junge Welt
Kategorie Atomwaffen , BR Deutschland , Frankreich , Großbritannien , IAEO/IAEA , Israel , Nuklearprogramm , Russland , UN/UN-Sicherheitsrat