Oktober 2005


Angesichts der erfolglosen Aufstandsbekämpfung in Irak und des UNO-Bericht über die Hariri-Ermordung in Libanon nehmen die USA Syrien erneut ins Visier.

Ghasi Kanaan hatte den Libanon im Griff. Als syrischer Geheimdienstchef kontrollierte er die libanesische Politik, die politische Unterwelt, und, beinahe zwanzig Jahre lang, den überaus einträglichen Warenschmuggel aus dem Libanon nach Syrien. Im Jahr 2003 wurde er aus dem Libanon zurückgeholt. Seit 2004 amtete er als syrischer Innenminister. Letzte Woche erschoss sich Ghasi Kanaan in seinem Büro.

Im aktuellen Streit mit Teheran tritt die Regierung Scharon als Scharfmacherin auf. Dabei verfügt Israel längst über eigene Kernwaffen – und verweigert seither beharrlich jede internationale Kontrolle

Im Folgenden dokumentieren wir eine Rede des US-Präsidenten, die großes Aufsehen erregt hat, weil er darin in aller Deutlichkeit den “islamischen Extremismus” als den Hauptfeind der Gegenwart bezeichnet, so wie früher der Hauptfeind der Kommunismus gewesen sei. Das neben dem Iran auch Syrien namentlich als Unterstützer des Terrorismus genannt wird, wurde von Kommentatoren als Zeichen für einen möglichen Militärschlag gegen das Land gewertet. Es soll Condoleezza Rice gewesen sein, die eine bevorstehende Militäraktion verhindert habe.