Nicht im Geringsten besorge ihn die Situation seines Landes nach den neuerlichen UN-Sanktionen, erklärt Mahmud Ahmadinedschad im staatlichen Fernsehen und kassiert dafür prompt einen Dämpfer. Als einer der mächtigsten iranischen Politiker und erklärter Gegner des Präsidenten gab Hashemi Rafsandschani mehrfach öffentlich zu verstehen, die Bedrohung der Islamischen Republik sei durchaus real – man solle sich keiner Täuschung hingeben. Die konservative Tageszeitung Jomhuriye Eslami – sie gilt als Sprachrohr von Revolutionsführer Khamenei – empfiehlt Ahmadinedschad unverblümt, Äußerungen zum Atomprogramm künftig “den zuständigen Verantwortlichen zu überlassen”. Und aus der Opposition im Parlament ist zu hören, wenn der Staatschef den Westen so hingebungsvoll provoziere, schwäche das die eigene Verhandlungsposition. Die markigen Statements über Fortschritte des Nuklearprogramms hätten den Spielraum von Chefunterhändler Larijani unnötig beschnitten. Der Parlamentarier Khoshchehre, ein ehemaliger Berater Ahmadinedschads, glaubt, dass die iranische Bevölkerung dank “unreifer und abenteuerlicher Äußerungen” des Präsidenten akuten Gefahren ausgesetzt sei.
März 2007
Fr
30 Mrz
2007
Er strauchelt, doch er fällt nicht
Iran: Mitten in der Atomkrise hat Präsident Ahmadinedschad innenpolitisch mehr denn je einen schweren Stand
Autor: Marcus Michaelsen *Quelle: Freitag
Kategorie Iran , Islam , Nuklearprogramm , Öl , UN/UN-Sicherheitsrat
Mi
28 Mrz
2007
US-Flotte probt Angriffe
Autor: Knut Mellenthin *Quelle: junge Welt
Kategorie Frankreich , Friedensbewegung , Großbritannien , Irak , Nuklearprogramm , UN/UN-Sicherheitsrat , USA
Die US-Marine hat ihr größtes Manöver im Persischen Golf seit Beginn des Irak-Kriegs vor vier Jahren begonnen. Das meldete am Dienstag die Nachrichtenagentur AP. Gleichzeitig drohte der britische Regierungschef Anthony Blair mit härteren Maßnahmen, falls die am Freitag voriger Woche von iranischen Grenztruppen festgenommenen 15 britischen Marinesoldaten nicht schnellstens freigelassen werden.
Di
27 Mrz
2007
NATO-Kriegsschiffe vor Irans Küste
Iraks Besatzer sind eine permanente Provokation für Teheran. Razzien nicht vom UN-Sicherheitsrat gedeckt
Autor: Knut Mellenthin *Quelle: junge Welt
Kategorie Großbritannien , Iran , Kriegsvorbereitungen , Öl , UN/UN-Sicherheitsrat , USA
Die am Freitag von iranischen Grenztruppen festgenommenen 15 britischen Marinesoldaten gehören zur Besatzung der Fregatte »HMS Cornwall«. Dieses hochklassig bewaffnete und ausgerüstete Kriegsschiff befindet sich erst seit knapp zwei Wochen im Persischen Golf. Die »Cornwall« wurde dorthin verlegt, um als Kommandoschiff der Combined Task Force 158 zu dienen, die seit 2003 mit Operationen in den irakischen Küstengewässern beauftragt und Teil der sogenannten Koalitionstruppen ist. Die Stationierung der »Cornwall« im Golf ist Teil eines routinemäßigen Wechsels des Oberkommandos über die CTF 158. Der britische Commodore Nick Lambert löste US-Admiral Garry Hall ab.
Di
27 Mrz
2007
Besatzer auf Patrouille
15 britische Soldaten bleiben in iranischer Haft. Waren sie wirklich nur auf Kontrollfahrt im Schatt Al Arab oder spionierten sie nicht eher gegen Teherans Marine?
Autor: Knut Mellenthin *Quelle: junge Welt
Kategorie Großbritannien , Irak , Iran , Kriegsvorbereitungen , UN/UN-Sicherheitsrat
Die am vergangenen Freitag festgenommenen 15 britischen Marinesoldaten bleiben weiter in iranischer Haft. Sie waren im Mündungsgebiet des Flusses Schatt Al Arab von mehreren iranischen Patrouillenbooten eingekreist und verhaftet worden, nachdem sie ein Frachtschiff auf Schmuggelgut kontrolliert hatten. Ob sie sich bei dieser Aktion in iranischen oder irakischen Gewässern befanden, ist strittig. Das ist zum Teil durch die äußeren Umständen begründet: Erstens ist die Seegrenze nicht markiert, zweitens besteht keine Einigkeit über ihren Verlauf. Beide Seiten behaupten, ihre Version eindeutig beweisen zu können. Nach Angaben aus Teheran haben die Festgenommenen am Wochenende zugegeben, daß sie sich in iranischen Territorialgewässern befanden. Allerdings wurde der Öffentlichkeit bisher keinerlei Beweis für das Vorliegen eines solchen Eingeständnisses präsentiert.
Sa
24 Mrz
2007
Vom Iran inhaftierte britische Seeleute nach Teheran gebracht
Quelle: Russische Nachrichtenagentur RIA NovostiKategorie Großbritannien , Irak , Iran , Islam , UN/UN-Sicherheitsrat
TEHERAN, 24. März (RIA Novosti). Die am Vortag im Persischen Golf von iranischen Militärs festgenommenen britischen Seeleute wurden nach Teheran gebracht.
Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars am Samstag (24. März) mitteilt, wurden die 15 verhafteten britischen Seeleute in die iranische Hauptstadt verbracht, um ihre “aggressiven Handlungen” in den Territorialgewässern der Islamischen Republik zu erklären.
Sa
24 Mrz
2007
Iran berichtet über Geständnis britischer Seeleute
Quelle: Russische Nachrichtenagentur RIA NovostiKategorie Großbritannien , Iran
TEHERAN, 24. März (RIA Novosti). Die am Vortag im Persischen Golf von iranischen Militärs festgenommenen britischen Seeleute haben nach Angaben des iranischen Generalstabs gestanden, dass sie illegal in die iranischen Hoheitsgewässer eingedrungen seien.
“Die festgenommenen britischen Seeleute werden verhört, sie haben bereits gestanden, dass sie in die territorialen Hoheitsgewässer der Islamischen Republik Iran eingedrungen sind”, erklärte am Samstag der stellvertretende Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Aliser Afschar.