Mai 2007


Wir stehen hier mit leeren Händen. Mein Mann findet keine Arbeit. Wir wissen nicht, wie es weitergehen soll.« Das sagte die 17 Jahre alte Marzia Mohammadi, Mutter von Zwillingen, die dringend medizinischer Betreuung bedürfen, ein paar Tage nach Ankunft der Familie in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Die Mohammadis gehören zu den Flüchtlingen, die nach einem Beschluß der Regierung in Teheran zum Verlassen ihres iranischen Exils gezwungen werden.

Im Streit um das iranische Atomprogramm steht eine weitere Eskalation bevor. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed ElBaradei, hat am Mittwoch einen neuen Bericht vorgelegt. Erwartungsgemäß stellt er darin fest, daß Iran der Forderung des UN-Sicherheitsrats, seine Arbeiten an der Urananreicherung einzustellen, nicht nachgekommen ist. Ein entsprechendes Ultimatum des höchsten Gremiums der Vereinten Nationen lief am Donnerstag ab.

Ehrenformation der Streitkräfte, Nationalhymne, Motorrad-Eskorte: Die Visite von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad in Belarus, die am Dienstag zu Ende ging, rangierte als offizieller Staatsbesuch.

Der Blick vom Kapitänsdeck der USS Nimitz ist wie der Blick aus einer sechsten Etage. Man sieht hinunter auf das beeindruckende Flugdeck mit 80 schnittigen, mit Bomben und Raketen bewaffneten Kampfflugzeugen. Diese Flieger sind jederzeit von einer Minute auf die andere einsatzbereit – bei Tag und bei Nacht. Der Anblick, wie sie abheben und landen – auf dem 1100 Fuß langen Start- und Landedeck – ist schier unbeschreiblich. Ich weiß, wovon ich rede. Vor 25 Jahren war ich selbst an Bord der USS Nimitz – als Reporter für das Magazin Mother Jones.

„Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.“ (Art. 87a Abs.1 GG)

Nach 1945 war es den Deutschen verboten, Militärpläne zu entwickeln. Dennoch arbeiteten direkt nach der Kapitulation vom 8. Mai Offiziere am Wiederaufbau einer deutschen Armee sowie an anderen militaristischen Strukturen.