Die US-Regierung tritt im Irak auf der Stelle, und die Zahl der Amerikaner, die der Irak-Politik ihres Präsidenten eine Absage erteilen, wächst von Tag zu Tag. Da überrascht das Weiße Haus mit der Schreckensnachricht, Saudi-Arabien, die Golfstaaten und Ägypten – allesamt sunnitisch-arabische Länder – mit Waffen im Wert von 34 Milliarden Dollar ausstatten zu wollen. Kein Waffenexporteur, sondern die Bush-Regierung höchstselbst verkündet ungeniert den neuen Aufrüstungsplan, als würde es sich bei den Abnehmern um eigene Bundesstaaten handeln. Damit Bedenken gegen die Aufrüstung seiner Widersacher gar nicht erst aufkommen, soll Israel in etwa gleichem Umfang Rüstungsgüter erhalten.
August 2007
Fr
10 Aug
2007
Mohammed und die Brandstifter
Sehenden Auges: Die amerikanischen Rüstungspläne für den Nahen und Mittleren Osten sind so rational wie irrsinnig
Autor: Mohssen Massarrat *Quelle: Freitag
Kategorie BR Deutschland , Frankreich , Großbritannien , Irak , Iran , Islam , Israel , Kriegsvorbereitungen , Öl , Palästina/Palästinenser , Russland , Saudi-Arabien , Syrien , USA
Di
7 Aug
2007
Ziel Iran
In seinem neuen Buch »Targeting Iran« interviewt David Barsamian Chomsky, Abrahamian und Mozaffari
Autor: Khatchig MouradianÜbersetzt von: Andrea Noll
Quelle: Zmag
Kategorie Allgemein , Iran , Theorie , USA
“Frag nicht nach der Ernte sondern nach dem Pflügen”, lautet ein chinesisches Sprichwort. In seinem Buch ’Targeting Iran’ beherzigt der preisgekrönte Journalist David Barsamian genau diesen Rat.
Er fragt seine Interviewgäste Noam Chomsky, Ervand Abrahamian und Nahid Mozaffari nach jenem Hegen und Pflegen, das schließlich in die Dämonisierung des Iran durch die USA kulminiert ist – ein wechselseitiger Prozess zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran (seit der Islamischen Revolution im Iran 1979).
Sa
4 Aug
2007
Saboteure
Autor: Frank WehnerQuelle: Neues Deutschland
Kategorie Friedensbewegung , IAEO/IAEA , Israel , Syrien , USA
Fast könnte man meinen, dass im Weißen Haus die Alarmsirene schrillt, wenn sich in der Welt Vernünftiges tut. So jedenfalls ist es diesmal im Fall von Syrien: Gerade hat sich angedeutet, dass es Friedensgespräche mit Israel geben könnte, da verhängt Bush neue Sanktionen gegen dieses Land. Sie sind zwar nur Nadelstiche, doch eines werden sie schon bewirken: dass die Dialogbereitschaft schleunigst schwindet.
Sa
4 Aug
2007
Zündeln am Pulverfass
USA rüsten ihre »Partner« gegen Iran auf
Autor: ax Böhnel, New York *Quelle: Neues Deutschland
Kategorie Atomwaffen , Iran , Israel , Rolle der Medien , Saudi-Arabien , USA , Vereinigte Arab. Emirate
Eine Friedenskonferenz für den Nahost-Konflikt und jede Menge Waffen für Ägypten, Saui-Arabien und Israel: Der krude Politikmischung aus dem Weißen Haus stößt in den USA bei Experten und im Kongress auf Unverständnis und Widerstand.
Fr
3 Aug
2007
Israels jüdisches Problem in Teheran
Autor: Jonathan CookÜbersetzt von: Benjamin Brosig
Quelle: Zmag / Znet
Kategorie Iran , Israel , Kriegsvorbereitungen
Iran ist das neue Nazideutschland und sein Präsident, Mahmoud Ahmadinejad, ist der neue Hitler. Zumindest das erklären israelische Offizielle seit Monaten, während sie und ihre amerikanischen Verbündeten versuchen, die Zweifler in Washington davon zu überzeugen, dass ein Angriff auf Teheran unabdingbar ist. Und wenn den jüngsten Medienberichten Glauben zu schenken ist, sieht es so aus, als ob sie in ihrem Kampf um allgemeine Zustimmung wieder Oberwasser bekommen: Vizepräsident Dick Cheney soll dabei sein, das Weiße Haus zurück auf den Pfad zu einem Militärschlag zu führen.
Mi
1 Aug
2007
Ein bißchen meckern
Auf US-Druck deutsche Iran-Geschäfte zurückgefahren. Jetzt stoßen geplante Waffenexporte Washingtons an Saudi-Arabien auf Kritik aus CDU und SPD
Autor: Jürgen Elsässer *Quelle: junge Welt
Kategorie BR Deutschland , Frankreich , Iran , Saudi-Arabien , USA
Sturm im Wasserglas, Sommertheater – oder echte transatlantische Verstimmung? In den vergangenen Tagen häuften sich jedenfalls die Klagen aus der großen Koalition über die von der US-Regierung geplanten Waffenlieferungen an Staaten der Golfregion. Die insgesamt etwa 20 Milliarden Dollar teure Militärausrüstung soll vor allem an Saudi-Arabien verkauft werden. Schon jetzt sei der Nahe Osten »ein Pulverfaß«, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, Ruprecht Polenz. »Wenn man in ein Pulverfaß weitere explosive Gegenstände hineingibt, erhöht man das Risiko und macht die Region nicht sicherer.« Anstatt einseitige Schritte zu unternehmen und damit den Iran zu Gegenreaktionen zu provozieren, hätte sich Washington lieber mit seinen Partnern abstimmen und einen Verhandlungsprozeß vergleichbar mit der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in den siebziger Jahren in Gang setzen sollen, erklärte Polenz am Montag.