Februar 2008


“WIR SIND bereit für den nächsten Krieg,” sagte ein Reservesoldat diese Woche zu einem Fernsehreporter, der über ein Brigademanöver auf den Golanhöhen berichtete.

Was für ein Krieg? Gegen wen? Aus welchem Grund? Das wurde nicht gesagt, ja, nicht einmal gefragt. Der Soldat sah es als selbstverständlich an, dass bald ein Krieg ausbrechen werde, und es scheint, dass es für ihn nicht besonders interessant war, gegen wen dieser gerichtet sein wird.

Die bilateralen Sicherheitsgespräche zwischen den USA und Iran in Bagdad sind ins Stocken geraten. Irak beschuldigt derweil Teheran, von Ölfeldern in Südirak Öl zu stehlen. Irans Präsident Ahmadinedschad wird Anfang März in Bagdad erwartet.

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana hat die Haltung der Europäischen Union unterstrichen, die diplomatischen Bemühungen um »konstruktive Beziehung mit Iran« fortzuführen.

Am Mittwoch (30. Januar) hatte der künftige »Hohe Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik« seinen Auftritt vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. Solana erklärte, dass es zwar durchaus Anzeichen für eine Zusammenarbeit mit Teheran gab, aber Iran den Vorwurf einer atomaren Waffenentwicklung bislang nicht entkräften konnte. Iran müsse »bestimmte Fragen beantworten«, sagte Solana, sorge jedoch bislang nicht für die notwendige Transparenz.