Mai 2008


Im Irak kämpfen Schiiten gegen Schiiten. Über den mutmaßlichen und tatsächlichen Einfluss des benachbarten Iran dabei wird viel gerätselt. Teheran zieht mit dem einst verbündeten irakischen Milizenführer Muqtada as-Sadr längst nicht mehr an einem Strang, schreibt Yassamine Mather für die Zeitschrift Critique – Journal of Socialist Theory, die im schottischen Glasgow herausgegeben wird. Wir dokumentieren ihre Analyse zum internen Machtkonflikt der Schiiten im Irak leicht gekürzt.

Mit seinem Nuklearprogramm könnte Iran einen atomaren Wettlauf in der Region auslösen, warnt eine am Dienstag (20. Mai) in London präsentierte Analyse des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS).

Die »Iran-Sechs« – China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Rußland und USA – haben einen neuen diplomatischen Vorstoß angekündigt, um eine Einigung mit Teheran über dessen Atomprogramm zu erreichen. Die Alternative liegt in einem Krieg gegen Iran, mit weitreichenden und nachhaltigen Folgen für die gesamte Region. Es gibt jedoch von seiten der USA und ihrer Partner mehrere Faktoren, die einer Einigung fast unüberwindlich im Wege stehen.

Außenminister Sergej Lawrow hat seinem britischen Kollegen David Miliband öffentlich widersprochen, meldet die russische Nachrichtenagentur RIA-Nowosti. Miliband hatte am Freitag nach einem Treffen der Außenminister Chinas, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, der USA und Rußlands in London erklärt: »Wir sind vereint in unserem Glauben, daß die Bedrohung für die Stabilität, die das iranische Anreicherungsprogramm darstellt, sehr ernst ist, und daß wir uns direkt damit befassen müssen.«

Im März wurde anlässlich des fünften Jahrestages der Invasion des Irak durch britisch-amerikanische Truppen eine Internationale Konferenz in Berlin abgehalten. Was waren die Beweggründe, solch eine Konferenz mit internationaler Beteiligung in der deutschen Hauptstadt abzuhalten?

Über eine Million Irakerinnen und Iraker wurden bereits Opfer des Krieges und der Besatzung, über vier Millionen, das heißt fast ein Sechstel der Bevölkerung ist auf der Flucht. Die US-geführte Aggression führte somit zur, nach den Kriegen im Kongo, weltweit größten humanitären Katastrophe der letzten Jahrzehnte.

Die US-Streitkräfte arbeiten an Plänen für einen »chirurgischen Schlag« gegen ein Ausbildungslager für irakische Milizen im Iran. Das berichtete am gestrigen Sonntag die Sunday Times unter Berufung auf anonyme, nicht näher bezeichnete Quellen. Das neokonservativ ausgerichtete Blatt hatte in der Vergangenheit schon mehrfach Gerüchte über bevorstehende Militäroperationen gegen Iran in die Welt gesetzt.

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