Dezember 2008


MOSKAU, 29. Dezember (Maria Appakowa, RIA Novosti). Im Nahen Osten ist eine neue militärische Operation Israels im Gazastreifen im Gange.

Einige Tage vor Neujahr sagte der israelische Premier Ehud Olmert in einem Interview für BBC: Wenn die Hamas nicht mit dem Raketenbeschuss Israels aufhöre, werde dieses darauf mit all seiner Macht antworten. Jetzt geschieht das.

MOSKAU, 29. Dezember (RIA Novosti). Der russische Vorschlag an die USA, die Radaranlage Gabala in Aserbaidschan gemeinsam zu nutzen, um eventuelle iranische Raketenbedrohungen vorwegzunehmen, ist immer noch auf dem Tisch.

Das sagte der russische Vize-Außenminister Andrej Denissow am Montag in Moskau. “Unser Angebot ist noch immer auf dem Tisch.” Laut Denissow wird die neue US-Administration, wenn sie sich an den Raketenabwehr-Plan für Europa halte, auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen. “Wir wollen die Administration hier nicht unter Druck setzen.”

TEHERAN, 28. Dezember (RIA Novosti). Acht Menschen sind bei einer Explosion in einem Rüstungsbetrieb in der iranischen Provinz Isfahan ums Leben gekommen.

Der Unfall ereignete sich am Samstagabend in der Stadt Zarin Shahr, berichtet die iranische Nachrichtenagentur ISNA. Am Gebäude entstanden schwere Schäden. Die Ursache der Explosion wird geklärt.

In Isfahan befinden sich die wichtigsten iranischen Atomanlagen: Das Urananreicherungswerk Natanz und ein Zentrum für Uran-Konversion.

LONDON, 26. Dezember (RIA Novosti). Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat in seiner vom britischen privaten Fernsehsender Channel 4 ausgestrahlten Weihnachtsbotschaft zum Kampf gegen das Weltübel aufgerufen und die Hoffnung geäußert, dass Liebe und Gerechtigkeit einmal weltweit einkehren werden.

Der TV-Sender Channel 4, der traditionell Alternativ-Ansprachen zur offiziellen Ansprache der Queen bringt, hatte bisher vorwiegend Schauspieler und Fernsehstars für dieses Ziel vor die Kamera geholt. Diesmal wurde allerdings der umstrittene iranische Spitzenpolitiker eingeladen.

TEHERAN, 26. Dezember (RIA Novosti). Nach der Attacke auf US-Präsident George W. Bush im Irak ist das Schuhwerfen im benachbarten Iran zu einer neuen Sportdisziplin geworden.

Am heutigen Freitag wird in Teheran ein Wettkampf im “Schuhwerfen auf Bush” ausgetragen. Diesmal wird jedoch nicht der scheidende amerikanische Präsident persönlich, sondern sein Porträt als Zielscheibe dienen.

MOSKAU, 25. Dezember (RIA Novosti). Die Berichte über Lieferungen von Fla-Raketenkomplexen S-300 an Iran sind am Donnerstag von Vizeaußenminister Sergej Rjabkow dementiert worden.

“Mich verwundert der Rummel, der in den letzten Tagen um dieses Thema entstanden ist”, sagte er in einer Pressekonferenz in Moskau. “Ich führe das auf einen Mangel an soliden außenpolitischen Nachrichten in der Zeit zurück, wo viele unserer Nachbarn im Westen ihr Fest feiern. Die Entstehung von Informationen, die keinesfalls mit dem übereinstimmen, was vor sich geht bzw. vor sich gehen könnte, ruft deshalb dieses nicht gerade gesunde Interesse hervor.”

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