Januar 2009


TEHERAN, 26. Januar (RIA Novosti). Deutschlands Alt-Kanzler Gerhard Schröder wird im Februar Iran besuchen.

Wie die iranische staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Montag berichtete, kommt Schröder am 19. Februar zu einem dreitägigen Aufenthalt nach Teheran. Über den Zweck der Reise gibt es keine Angaben. Der Besuch sei mit dem deutschen Außenministerium und der neuen US-Administration unter Barack Obama abgestimmt worden.

MOSKAU, 22. Januar (Andrej Fedjaschin, RIA Novosti). Die US-Präsidenten beginnen ihren ersten Arbeitstag im Oval Office weder mit Kabinettssitzungen noch mit Gesprächen mit den Mitarbeitern.

Zuerst wird nämlich der “Abschiedsbrief” gelesen, den gewöhnlich die Vorgänger auf dem Arbeitstisch hinterlassen. George W. Bush leitete seinen Brief mit dem arithmetischen “An den 44. vom 43.” ein – politisch korrekter geht es wohl nicht. Der 44. US-Präsident Obama las ihn, wenn man dem Weißen Haus glaubt, allein und exakt zehn Minuten lang.

Ich bin sicher, wir werden irgendwann in der Lage sein, in all den anderen Teilen dieses Landes zu siedeln, sei es durch gegenseitiges Einverständnis mit unseren Nachbarn, sei es durch Gewalt. Errichtet jetzt einen jüdischen Staat, selbst wenn es nicht im ganzen Land ist. Der Rest wird im Laufe der Zeit noch kommen. Er muss kommen.
David Ben Gurion 1937 in einem Brief an seinen Sohn Amos[1]

TEHERAN, 21. Januar (RIA Novosti). Iran will Medikamente und medizinische Ausrüstungen für die Opfer der israelischen Militäraktion in den Gaza-Streifen schicken.

Zwei Flugzeuge mit Hilfsgütern seien startbereit, teilte der iranische Gesundheitsminister Bagher Lankarani am Mittwoch mit. Nach seinen Worten wartet Iran auf die Zustimmung Ägyptens. “Iran tut sein Bestes, um den Verletzten und Hinterbliebenen in Gaza zu helfen”, versicherte der Minister.

Der Zeitpunkt der Invasion war wahrscheinlich mit Rücksicht auf die bevorstehenden israelischen Wahlen gewählt. Wie der israelische Kommentator Ran HaCohen vorrechnete, gewann Ehud Barak, der in den Meinungsumfragen weit zurückgelegen hatte, in den ersten Tagen des Mordens pro 40 getöteter Araber einen Parlamentssitz hinzu.

Es gibt gute Gründe, weshalb über dieses Abstimmungsverhalten konstant nicht berichtet wird und weshalb Medien und konformistische Intellektuelle es in einer tiefen Erinnerungslücke begraben. Es wäre unklug, wenn die Öffentlichkeit etwas davon erführe und die offensichtlichen Schlussfolgerungen in Bezug auf ihre gewählten Repräsentanten zöge. In der jetzigen Situation wäre es wenig hilfreich, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass die amerikanisch-israelische Ablehnungspolitik (Rejektionismus) – welche einer friedlichen Lösung, die von der Welt seit langem angestrebt wird, im Wege steht –, ein solch extremes Ausmaß angenommen hat, dass den Palästinensern sogar das abstrakte Recht auf Selbstbestimmung verwehrt wird.

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