Juni 2009


Ist Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad ein Antisemit? Hasst er den israelischen Staat? Vielleicht, wahrscheinlich – die innersten Überzeugungen von Menschen sind schwer zu ergründen. Und trotzdem: Die ideologische Hasstirade, die der iranische Präsident in Genf gegen Israel ritt, war gewiss nicht der Versuch, die Welt gegen den jüdischen Staat aufzubringen.

MOSKAU, 30. Juni (RIA Novosti). Die USA unterstützen zwar Georgien, aber nicht Präsident Michail Saakaschwili persönlich. Das stellte der amerikanische Russland-Experte Tom Graham in einem am Dienstag in der Zeitung “Wremja Nowostej” veröffentlichten Interview fest.

MOSKAU, 29. Juni (RIA Novosti). Iran hat fünf Mitarbeiter der britischen Botschaft freigelassen, die am Sonntag wegen mutmaßlicher Verwicklung in die Oppositionsproteste gegen das umstrittene Ergebnis der Präsidentschaftswahl festgenommen worden waren.

ROM, 29. Juni (RIA Novosti). Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hält die Verhängung von Sanktionen gegen den Iran für möglich.

Das resultiere aus seinen jüngsten Telefongesprächen mit führenden Repräsentanten einger Länder, sagte Berlusconi am Montag auf einer Pressekonferenz in Neapel. Seine Gesprächspartner hätten zu verstehen gegeben, dass sich die Situation in Richtung Sanktionen entwickele. “Die Lage im Iran wird ganz oben auf der Tagesordnung des G8-Gipfels im Juli in L’Aquila stehen”, sagte der italienische Regierungschef.

MOSKAU, 29. Juni (RIA Novosti). Die Neuauszählung von zehn Prozent der Wahlzettel der iranischen Präsidentenwahlen vom 12. Juni hat das ursprüngliche Ergebnis bestätigt.

Das meldeten westliche Nachrichtenagenturen am Montag aus Teheran unter Berufung auf iranische Medien. Die Stimmen wurden in den Städten Kharas, Kerman, Babolsar, Sarabi-Shesh und Nahbandan neu ausgezählt. Dabei wurde nicht mitgeteilt, wieviel Stimmen jeder Bewerber in der jeweiligen Stadt auf sich vereinigt hatte. Der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge wurden die Stimmen auch in der Provinz Westaserbaidschan neu ausgezählt. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

MOSKAU, 29. Juni (RIA Novosti). Die US-Administration überprüft die Pläne zur Aufstellung des Raketenschildes in Osteuropa noch einmal, hat jedoch noch keine endgültige Entscheidung über eventuelle Veränderungen getroffen.

Das teilte US-Generalstabschef Michael Mullen am Montag in einem Interview für den russischen Fernsehsender Russia Today mit. „Natürlich wird dieses Problem noch einmal überprüft…Wir verstehen, dass diese Frage sehr sensibel ist. Ich hoffe, dass es im Ergebnis dieser Überprüfung sowohl neue Diskussionen als auch neue Entscheidungen geben wird.“

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