Dezember 2009


MOSKAU, 31. Dezember (RIA Novosti). Das russische Außenministerium wird die Angaben über einen Bericht überprüfen, laut dem Kasachstan 1350 Tonnen Urankonzentrat an Iran liefern will.

Das teilte der offizielle Vertreter des russischen Außenministeriums, Andrej Nesterenko, mit. Der Bericht soll angeblich von einem Teilnehmerstaat des Vertrages über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen an die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) übergeben worden sein.

ASTANA, 30. Dezember (RIA Novosti). Kasachstan hat nicht geplant, Urankonzentrat an Iran zu liefern.

Das sagte der Sprecher des kasachischen Außenministeriums Jerschan Aschikbajew am Mittwoch.

Die Nachrichtenagentur Associated Press hatte zuvor unter Berufung auf einen für die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) angefertigten Bericht mitgeteilt, dass sich Iran und Kasachstan angeblich geheim auf die Lieferung von 1350 Tonnen Urankonzentrat an die Islamische Republik für 450 Millionen US-Dollar geeinigt hätten. Dabei wurde behauptet, dass der Geschäftsabschluss im Laufe der nächsten Wochen erfolgen solle.

MOSKAU, 30. Dezember (RIA Novosti). Als haltlos weist Iran Medienberichte zurück, denen zufolge er heimlich Urankonzentrat aus Kasachstan beziehen will.

Die Agentur AP hatte unter Verweis auf einen für die IAEA erstellten Bericht gemeldet, dass Iran und der drittgrößte Uranproduzent der Welt, Kasachstan, ein Geheimabkommen geschlossen hätten, wonach der zentralasiatische Staat 1 350 Tonnen Urankonzentrat im Wert von 450 Millionen US-Dollar liefern soll.

MOSKAU, 29. Dezember (RIA Novosti). Nach den blutigen Krawallen im Iran steht die Führung des Landes vor der Wahl: Entweder die Repressalien verstärken oder eigene Fehler zugeben und Verhandlungen mit der Opposition einleiten.

So kommentierte Nina Mamedowa, Leiterin der Abteilung Iran am Orientalistik-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften, die Zusammenstöße zwischen der iranischen Opposition und Sicherheitskräften, bei denen laut widersprüchlichen Angaben bis zu 15 Demonstranten getötet und Hunderte festgenommen worden waren.

MOSKAU, 29. Dezember (RIA Novosti). Das Angebot der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) an Iran, sein Uran zur Anreicherung und Produktion von Brennstäben ins Ausland zu bringen, kann laut dem russischen Außenministerium das Vertrauen zu Irans Atomprogramm fördern.

Iran braucht für seinen Forschungsreaktor Uran mit einem Anreicherungsgrad von 20 Prozent, kann es selber nur auf 3,5 Prozent anreichern.

PARIS, 29. Dezember (RIA Novosti). Nach den blutigen Krawallen im Iran hat der französische Außenminister Bernard Kouchner von der Teheraner Führung die Freilassung aller festgenommenen Demonstranten gefordert.

»Ich fordere die iranischen Behörden auf, das Recht der Bürger und politischen Parteien auf freie Meinungsäußerung sowie die Medienfreiheit zu respektieren«, erklärte Kouchner am Dienstag. Er äußerte sich besorgt über die »verstärkten Repressalien im Iran, die viele Menschenleben gefordert haben«.

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