Mai 2010


MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Der Iran wird nach den Worten seines Botschafters in Moskau, Sadzhadi Reza Mahmud, den Uran-Tausch?vertrag revidieren, sollte der UN-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen das Land verhängen.

Statt von neuen Strafmaßnehmen zu reden, sollte der Weltsicherheitsrat das Teheraner Abkommen als Anlass für eine Entspannung nehmen, sagte Sadzhadi Reza Mahmud am Dienstag in Moskau.

UNO/NEW YORK, 24. Mai (RIA Novosti). Der Umtausch von Spaltmaterial, auf den der Iran und Atommächte unter Vermittlung Brasiliens und der Türkei geeinigt haben, soll zur Herstellung von Vertrauen bei der Lösung des iranischen Atomproblems beitragen.

MOSKAU, 24. Mai (RIA Novosti). In einem Brief an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) hat der Iran offiziell seine Bereitschaft bestätigt, sein Uran zur Anreicherung ins Ausland zu schicken.

Wie der iranische Sender Press TV meldete, wurde der Brief am Montag überreicht. Der Iran will rund 1.200 Kilogramm niedrig angereichertes Uran in die Türkei schicken, um im Gegenzug 120 Kilogramm hoch angereichertes Kernmaterial für seinen Forschungsreaktor in Teheran zu bekommen. Das entsprechende Abkommen war vor einer Woche, nach dem iranisch-türkisch-brasilianischen Gipfeltreffen, unterzeichnet worden.

BRÜSSEL, 22. Mai (RIA Novosti). Die Europäische Union ist bereit, mit Irans Offiziellen zusammenzutreffen, um das iranische Atomprogramm zu behandeln. Das teilte die EU-Außenministerin Catherine Ashton mit.

Die Türkei und Brasilien setzen ihre Bemühungen für eine friedliche Lösung des Streits um Irans ziviles Atomprogramm fort. Die beiden Staaten hatten am Montag gemeinsam mit dem Iran einen Kompromißvorschlag vorgelegt, der Bewegung in die seit Oktober 2009 festgefahrenen Verhandlungen bringen soll. Die USA hatten daraufhin am Dienstag mit Zustimmung Rußlands und Chinas einen Resolutionsentwurf in den UN-Sicherheitsrat eingebracht, der neue Sanktionen und die Durchsuchung »verdächtiger« iranischer Schiffe auf hoher See vorsieht.

Brasilien und die Türkei haben den UN-Sicherheitsrat vor der Verabschiedung neuer Sanktionen gegen den Iran gewarnt. Die USA hatten am Dienstag einen Resolutionsentwurf vorgelegt, dessen Text mit den anderen ständigen Ratsmitgliedern China, Frankreich, Großbritannien und Rußland abgestimmt ist. In einer am Mittwoch verbreiteten gemeinsamen Erklärung der Außenminister Celso Amorim und Ahmet Davutoglu heißt es dazu: »Brasilien und die Türkei sind überzeugt, daß es an der Zeit ist, Verhandlungen eine Chance zu geben und Maßnahmen zu vermeiden, die für eine friedliche Lösung der Angelegenheit schädlich wären.«

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