Do, 26 August 2010


MOSKAU, 26. August (RIA Novosti). Teheran hat Moskau vorgeschlagen, ein Konsortium zu gründen, um das kürzlich eingeweihte Atomkraftwerk Bushehr, aber auch weitere geplante AKWs im Iran mit Kernbrennstäben zu versorgen.

Kernbrennstäbe sollen sowohl in Russland als auch im Iran mit russischem Know-how gefertigt werden, erklärte Ali Akbar Salehi, Chef der iranischen Atomenergiebehörde, am Donnerstag. Trotz seiner Uran-Anreicherungspläne verfolge der Iran nicht das Ziel, seinen künftigen Bedarf an Kernbrennstoff lediglich aus einheimischer Produktion zu decken, zitierte die Agentur Irna.

Russland will das Nukleartest-Moratorium einhalten, wenn die anderen Atommächte dem folgen werden. Das erklärte Russlands Botschafter Michail Botscharnikow am Donnerstag auf der internationalen Atomabrüstungskonferenz in Astana.

Alle Staaten der Welt müssen nach Russlands Überzeugung den Vertrag über das umfassende Atomtestverbot einhalten, so der Botschafter. Moskau setzt sich für ein möglichst baldiges Inkrafttreten dieses Dokuments ein. In diesem Zusammenhang rief der Botschafter im Namen der Russischen Föderation erneut alle Staaten auf, das Dokument möglichst bald zu unterzeichnen bzw. zu ratifizieren. In erster Linie gelte das für die Atommächte.

TEL AVIV, 26. August (RIA Novosti). Auf die Gefahr, die der Iran für Israel und die ganze Welt darstellt, hat Israels Präsident Shimon Peres am Mittwoch bei seinem Treffen mit dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO, Yukio Amano, verwiesen.

»Israel und der Rest der Welt sind vom Iran gefährdet, der unbeirrt mit einem Kernwaffeneinsatz droht«, sagte Peres. »Das Atomprogramm eines Landes darf nicht getrennt von der Natur des herrschenden Regimes betrachtet werden«